Stein des Monats

 

Der Obsidian ist der Stein des Monats Juni 2018! Auf den ersten Blick scheint es etwas seltsam, den dunklen Obsidian in der hellsten Zeit des Jahres als Stein des Monats zu benennen. Ein Blick auf die Wirkung des Steins macht aber deutlich, warum der Obsidian so gut in den Sommer passt!

In der Natur geht jetzt alles seinen Weg im Jahreslauf. Alles wächst und gedeiht, ist voller Lebensfreude und Lust. Aus den hellen Tönen des Frühlings sind  kräftige Grüntöne und Farben geworden, statt zarter Blüten sind schon kleine Früchte zu sehen. So wird das bereits Erreichte nach außen hin sichtbar. Grundlagen für eine nachhaltige gute Entwicklung sind geschaffen worden.

In dieser Zeit voller Leben, Wachtsum und Erfolg repräsentiert der Obsidian zwei wichtige Aspekte:
Der dunkle Stein lenkt den Blick auch auf die dunklen Seiten des Lebens. Obsidian führt uns an unsere verborgenen Eigenheiten heran und unterstützt dann bei der Versöhnung mit den Schattenseiten unseres Seins. So im Einklang mit uns selbst, können wir neue Blickwinkel einnehmen und Perspektiven für die zweite Hälfte des Jahres entwickeln. Mit wiederentdeckten Fähigkeiten können wir schwungvoll das Leben in Angriff nehmen.

Das zweite Thema des Obsidians ist die Auflösung von (alten) Blockaden und Hindernissen. Mit dem Schwung des Sommers und der Kraft des Obsidians können Hindernisse aus dem Weg geschafft werden – so wie der Obsidian bei seiner Entstehung aus der Tiefe der Erde an die Erdoberfläche gelangt ist und dabei so manches Hindernis überwunden hat, so kann der Stein uns dabei helfen, Überholtes und Überflüssiges hinter uns zu lassen. Eingefahrene Verhaltensweisen und Denkmuster können überwunden werden.

 

Obsidian entsteht, wenn geschmolzenes Material aus tiefen, heißen Erdschichten durch einen Vulkanausbruch an die Oberfläche kommt, abkühlt und erstarrt. Durch das schnelle Erkalten der Lava findet bei der Bildung von Obsidian keine Trennung verschiedener Inhaltsstoffe statt. Je nach Fundort und Entstehungsbedingungen hat der Obsidian verschiedene Zusammensetzungen und ist selbst an einem Fundort nicht homogen. Daher wird der Obsidian auch nicht zu den Mineralien mit einheitlicher stofflicher Zusammensetzung zugerechnet, sondern den Gesteinen.

Sind die Fremdstoffe zahlreich und gleichmäßig verteilt, spricht man von schwarzem Obsidian. Im Gegensatz hierzu entsteht aus Lava mit sehr wenig Fremdstoffen der transparent erscheinende Rauchobsidian.

Sind im Obsidian viele kleine Luftbläschen verteilt, an denen das einfallende Licht reflektiert wird, so handelt es sich um Seidenglanzobsidian. Je nach farblicher Ausprägung spricht man von Silberglanz- oder Goldglanz-Obsidian. Wenn statt Gasbläschen kleine Wasserbläschen im Gestein enthalten sind, bildet sich aus der Lava der schillernde Regenbogen-Obsidian. Das einfallende Licht wird nicht nur reflektiert, sondern auch gestreut und in seine verschiedenen Farben zerlegt.

Wenn der Eisenoxid-Gehalt im Obsidian sehr hoch ist, bilden sich durch die Abscheidung dieses Eisenoxides unregelmäßige braune Flecken in der schwarzen Masse. Aufgrund der Farbe der Flecken wird dieses Gestein dann Mahagony-Obsidian genannt. Andere Schreibweisen und Bezeichnungen sind Mahagoniobsidian oder Bergmahagony.

Schneeflocken-Obsidian entsteht, wenn durch die Entglasung, d.h. die langsame Ausbildung von kristallinen Strukturen in der amorphen Obsidianmasse, kleine graue Feldspat-Aggregate entstehen. Diese erinnern an Schneeflocken, Wolken oder Blüten; daher sind Blumenobsidian und Wolkenobsidian weitere Namen für dieses Gestein.

Lamellen-Obsidian entsteht vulkanisch durch die rasche Abkühlung kieselsäurereicher Lava-Flüsse. Durch Absonderung in der strömenden Lava bilden sich feine Erzlagen im transparenten Obsidian, die das lamellenartige Aussehen hervorrufen.

 

Obsidian gehört zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit - von der Obsidianklinge der Steinzeit über antike Amulette bis zum weitverbreiteten modernen Schmuckstein. Bereits in der Steinzeit wurden in Europa aus Obsidian Klingen und scharfkantige Werkzeuge zum Schaben von Häuten und Fellen hergestellt. In Mexiko wurden aus Obsidian Figuren von Gottheiten hergestellt, die Azteken verwendeten Obdisian zur Herstellung von Spitzen für Pfeile und Speere sowie Obsidianschwertern.

Als Meditationsobjekt sind Kristallschädel aus Obsidian bis heute beliebt, da sich durch die Ähnlichkeit zum menschlichen Kopf Bilder, Gedanken und Eindrücke besonders gut fokussieren lassen. Rabenschädel ("Raven Scull") aus schwarzem Obsidian vereinen die Kraft des Obdisians mit dem Symbol des Vogelschädels, das für Weisheit, Intelligenz, Mut und Entschlossenheit steht - eine ideale Kombination, um Projekten und Vorhaben zum Durchbruch zu verhelfen. Auch die Form der Pyramide unterstützt die Energie des Steins, in dem sie dessen Kräfte durch die aufstrebende, spitz zulaufende Form bündelt und ausrichtet.

 

 

 

 

 

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